Homöopathie bei Krupphusten

Mädchen, 5 J., blond, zierlich, schüchtern
hat kruppartige Hustenanfälle bei Erkältungen, immer nur nachts mit typischem Ziehen und Giemen, sägeartigem Geräusch und hohl klingenden Husten. Mit panikartiger Angst zu ersticken (schreit aber nicht, sondern ist eher ruhig, fasst sich an den Hals und sagt: „ich krieg keine Luft“, die Panik sehen die Eltern in den Augen des Kindes) und heftigem Herzklopfen – Atemnot beim Einatmen.
Seit dem Alter von 9 Monaten (hatte kurz vorher 3 Impfungen bekommen), bis 5mal im Jahr. Mit 1 Jahr spastische Bronchitis und Pneumonie gehabt. Besonders bei Wetterumschlag zu kälterem oder trockenerem Wetter, Heizungsluft; Am Abend vorher beginnend mit Heiserkeit. Schlimmer durch Hinlegen, warmen Raum, Aufregung, essen.
Bisher bekam sie Cortisonzäpfchen, wenn die Anfälle nicht durch Hinausgehen an die frische Luft besser wurden. Inhalieren mit Kochsalzlösung half  nicht, wenn es schon zum Anfall gekommen war.
Ist sehr nachgiebig, verschmust, spielt gerne mit anderen, schüchtern, ruhig, wird nie wütend, hängt an der Mutter. Hat sehr trockene Haut, warmblütig, viel Appetit und ungeduldig bei Hunger.
Sie wird von ihrem 2 J. älteren Bruder unterdrückt, geärgert, schnell eingeschüchtert. Er weist sie ab, wenn sie mit ihm spielen will, ist eifersüchtig auf sie, war von Anfang an gegen sie, fühlt sich selbst als schwarzes Schaf, weil er immer der Schwierige ist – sie immer brav und lieb.

Nach Spongia C30 entwickelt sie Wut auf ihren Bruder, wenn er sie ärgert und zeigt erstmals ihren Zorn. Die nächste Erkältung trat zwei Wochen nach Mitteleinnahme in Folge einer Unterkühlung auf. Abends wieder Heiserkeit, aber es kam kein Krupp-Anfall mehr. Der Husten wurde im Laufe der nächsten Monate lockerer, Krupp-Anfälle bekam sie nicht mehr.
Das Mädchen kann deutlich besser ihren Willen durchsetzen, kann auch nein sagen, auch ihren Freundinnen gegenüber, wie die Mutter berichtet.
Die Mutter ist auch bei mir in Behandlung und erzählt im nächsten Jahr, dass sie deutlich selbstbewusster geworden ist, sich mehr Raum nimmt, sich sowohl gegen ihren Bruder wehrt, als auch den Eltern gegenüber nicht mehr so brav ist. Seitdem kann ihr Bruder mehr mit ihr anfangen – die Rollen – brav und böse – haben sich relativiert.
Nach 1 ½ Jahren erhält sie anlässlich einer trockenen Bronchitis Spongia C200. Danach musste Spongia nicht mehr wiederholt werden. Krupp-Anfälle sind seit der Erstbehandlung 2003 nicht mehr aufgetreten, die Bronchien haben sich gut entwickelt.

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